Das diesjährige Stiftungsfest des Männerchor Weiler stand unter einem ganz besonderen Vorzeichen: Der Verein kann in diesem Jahr auf ein 140 jähriges Bestehen zurückblicken.
Ein ganz stolzer Geburtstag für den ältesten Kulturträger in der Gemeinde, der einen herausragenden Namen für den Chorgesang aus Weiler hinaus in die ganze Region getragen hat, was auch beim jüngsten Opernkonzert mit mehr als 500 Besuchern zum Ausdruck kam.
Die Mitgestaltung des Gottesdienstes an Pfingstmontag, der als Stiftungstag begangen wird, hat eine sehr lange Tradition und so wurde auch in diesem Jahr das Festhochamt vom Chor unter seinem Dirigenten Andreas Arneke gestaltet.
Die vollständige Fassung der “Deutschen Messe“ von Franz Schubert wurde mit neuen künstlerischen Impulsen aufgeführt, was die sehr zahlreich nach Weiler gekommenen Gottesdienstbesucher mit großem Beifall bedachten.
Der Chor hatte bei der Dynamik, den Tempi und den Phrasierungen in den einzelnen Liedsätzen eine starke Leistung geboten, weit mehr als man es bei Laienchören erwartet. Die Darbietungen hätten in der Sprache von Franz Schubert, eine „schaurige Begeisterung“ gefunden.
Diesen Eindruck rundete der Kirchenraum ab, wobei die besondere Akustik der neugotischen Pfarrkirche St. Maria Magdalena den einfühlsamen Gesang bewegend zur Geltung kommen ließ. Dieses künstlerische Erlebnis komplettierte Dr. Andreas Stipp an der historischen Walker-Orgel.
Pfarrer Alfons Schmitz dankte dem Chor und seinem Leiter mit sehr herzlichen Dankesworten, was applaudierenden Gottesdienstteilnehmer unterstrichen.
Es gab nach den festlichen konzertanten Orgeltönen auf dem Kirchplatz viel anerkennende Worte für den Chorleiter und seine Sänger, die einen weiteren Glanzpunkt in ihrem Jubiläumsjahr boten.
Nach dem musikalischen Teil gedachte man am Friedhofsehrenmal den Verstorbenen und in den Weltkriegen gefallenen Mitgliedern.
Der gesellschaftliche Teil mit einem wohlmundenden Essen und gesanglichen Einlagen folgten.
Bis in die späten Nachmittagsstunden waren Fröhlichkeit, Unterhaltung und Gesang angesagt, wobei nicht nur die Herzen der Sänger höher schlugen sondern auch die Begeisterung der Zuhörer.














